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Strukturmodell Hochrhein

Grenzüberschreitende Entwicklungskonzeption für einen überschaubaren Abschnitt am Hochrhein zwischen Zurzach und Wehr

Im Projekt Strukturmodell Hochrhein wurden grenzübergreifende Leitvorstellungen für eine nachhaltige Entwicklung in einem begrenzten Testraum im Hochrheingebiet erarbeitet. Ausgangspunkt war die These, dass die künftigen Entwicklungschancen in Grenzgebieten ganz entscheidend davon abhängen werden, wie es gelingt, wichtige ökonomische und ökologische Belange miteinander in Einklang zu bringen und darüber einen grenzüberschreitenden Konsens zu erzielen. Träger des INTERREG-Projektes waren der baden-württembergische Regionalverband Hochrhein-Bodensee und das Baudepartement des schweizerischen Grenzkantons Aargau.

Das Gemeinschaftsprojekt wurde von der EU im Rahmen von INTERREG I subventioniert. Die EU-Initiative INTERREG hat das Ziel, in Grenzräumen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und Grenzräume stärker zusammenwachsen zu lassen.

Das Projekt stellt einen Beitrag zu einer vertieften Umsetzung des Raumplanungsauftrages dar, mit den entsprechenden Stellen des benachbarten Auslandes die Zusammenarbeit zu suchen.

Mit dem Projekt haben die beiden Projektträger die folgenden Hauptziele verfolgt:

- Die Erarbeitung einer grenzüberschreitend einheitlichen Gesamtschau der Ausgangslage als Grundlage für die Beurteilung möglicher räumlicher Entwicklungen am Hochrhein.

- Die modellhafte Erarbeitung von Leitlinien für eine künftig nachhaltige grenzüberschreitende Entwicklung.

- Die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf angrenzende Gebiete und andere Grenzräume mit vergleichbaren Problemlagen. Die Einbeziehung der Gemeinden.

- Die Weiterentwicklung und zweckmäßige organisatorische Ausgestaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf der Ebene Kanton/Regionalverband sowie auf der Stufe der Gemeinden; hier wird das Projekt auch zum Ansatzpunkt für weitere grenzüberschreitende Initiativen.

Mit der raumplanerischen Gesamtbetrachtung eines durch Staatsgrenzen getrennten Natur- und Kulturraums wurde nicht nur in inhaltlicher Hinsicht Neuland betreten, sondern auch in der Form der Zusammenarbeit. Die raumplanerische Zusammenarbeit beschränkte sich nicht auf den Austausch von Informationen und Daten, sondern es wurde gemeinsame Planungsarbeit geleistet. Es ist die erklärte Absicht der beiden Partner, das Projekt zum Ansatzpunkt für eine Intensivierung und Festigung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit werden zu lassen. Grenzüberschreitende Probleme sollen nach Vorstellung der beiden Projektträger künftig über die Landesgrenzen hinweg mit der gleichen Selbstverständlichkeit angegangen und wirkungsvoll gelöst werden können wie innerhalb des eigenen Landes.

Ein wichtiges Ergebnis stellt die grenzübergreifend einheitliche Gesamtschau der Ausgangslage und der Problemsituation dar, im wesentlichen erarbeitet auf der Grundlage der vorhandenen raumbezogenen Daten (Raumanalyse). Wichtig war dabei eine gemeinsame Sprache für die Interpretation der teilweise unterschiedlichen Grundlagen zu entwickeln. Diese Gesamtschau dient als Verständigungs- und Diskussionsgrundlage für künftige grenzüberschreitende Einzelabstimmungen. Schließlich erbringen vertiefende Fallstudien für ausgewählte Problemsituationen konkrete Lösungsansätze.

Ein inhaltliches Hauptergebnis des Projektes ist eine gemeinsame Konzeption der künftigen räumlichen Entwicklung am Hochrhein im Baukastensystem. Sie stellt einerseits über textliche wie kartographische Leitlinien einen abgestimmten Rahmen für die künftige Entwicklung dar, der sich am Gedanken der - wirtschaftlichen, sozialen wie ökologischen - Nachhaltigkeit orientiert. Und andererseits stellt sie ein offenes Gefäß für weitere Aktivitäten und Projekte dar, die über die Raumplanung hinaus reichen.

Es werden dabei keine neuen rechtlichen Planungsinstrumente geschaffen; die Hürden der Zusammenarbeit über die Grenzen sollen aber so tief wie möglich gedrückt werden. Die Umsetzung der inhaltlich-raumplanerischen Ergebnisse des Projektes erfolgt im Rahmen des ordentlichen Planungsinstrumentariums der beiden Träger, in der Richtplanung des Kantons Aargau und in der Regionalplanung des Regionalverbandes Hochrhrein-Bodensee aber auch in den Entwicklungsplanungen der Gemeinden.

Das Projekt wurde gleichzeitig - gezielt und erfolgreich - als Motor für die Intensivierung der grenzüberschreitenden Kommunikation und Kooperation eingesetzt. Aus seinem "Dunstkreis" sind eine Reihe von Initiativen und Projekten, insbesondere auch auf kommunaler Ebene herausgewachsen. Die über das Projekt verbesserte Kommunikation soll über eine geeignete politische Plattform aufrechterhalten und weiterentwickelt werden.

Aktuelles

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